LAND UND LEUTE
Die Republik Lettland ist mit einer Gesamtfläche von 64.589 km² etwas kleiner als der Freistaat Bayern und grenzt im Norden an Estland, im Süden an Litauen und im Osten an Russland und Weißrussland. Charakteristisch ist die vorwiegend flache und leicht gehügelte Landschaft sowie der hohe Waldbestand. Mit einem Anteil von rund 47% der Landesfläche gehört Lettland zu den waldreichsten Staaten Europas.
Lettland hat rund 2,3 Mio. Einwohner, davon sind mehr als 57% Letten und etwa 30% Russen. Knapp ein Drittel der Bevölkerung lebt in der Hauptstadt Riga (740.000). Weitere größere Städte sind Daugapils (115.000), die Hafenstadt Liepaja (97.000) und Jelgava (71.000).
Die Holzwirtschaft spielt aufgrund der reichlich vorhandenen Ressource Holz eine bedeutende Rolle. Weitere wichtige Industriezweige sind der Elektromotoren-, Elektrogeräte- und Fahrzeugbau, der Maschinenbau, ferner die chemische und pharmazeutische Industrie, die Nahrungmittelindustrie, die Textilindustrie sowie die Informations- und Telekommunikationsindustrie. Die Ost-West Transportachse bilden die drei eisfreien Häfen Riga, Ventspils (größter Hafen des Baltikums) und Liepaja. Größter Handelspartner ist die Europäische Union.
Seit der Wiedererlangung der Unabhängigkeit ist wieder die Verfassung von 1922 mit Änderungen von 1997 in Kraft . Die nationale Legislative, die "Saeima", ist bisher bestrebt, die europäische Integration voranzutreiben. Der Privatisierungsprozess ist weitgehend abgeschlossen. Seit April 2004 ist Lettland Mitglied der NATO und am 1. Mai 2004 trat Lettland der Europäischen Union bei.
Die Bindung des lettischen Lats (LVL) an die Sonderziehungsrechte des Internationalen Währungsfond (IWF) im Jahr 1994 war ein wichtiger Schritt zur Geldwertstabilität und Währungskonvertibilität. Die Aufnahme in die WTO erfolgte im Oktober 1998. Die Außenhandelspolitik, die sehr liberal gestaltet ist, sieht nur noch für wenige Güter Zölle vor.
Ausländische Investitionen werden rechtlich wie inländische Invesitionen behandelt. Darüber hinaus extistieren Investitionsschutzabkommen. Das Steuersystem ist sehr unternehmerfreundlich gestaltet. Die Körperschaftssteuer wurde bis 2004 stufenweise gesenkt.




