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LAND UND LEUTE

Die Republik Litauen ist mit einer Fläche von 65.300 km² die größte unter den baltischen Staaten. Im Norden grenzt Litauen an Lettland, im Südosten an Weißrussland, im Südwesten an Polen und an das Kaliningrader Gebiet der Russischen Föderation. Im Westen bildet die Kurische Nehrung und die Ostsee die natürliche Grenze. Charakteristisch für das Land sind seine weiten Ebenen im Zentrum und im Westen sowie eine Vielzahl an Flüssen und Seen. Fast ein Drittel der Landesfläche ist bewaldet, vorrangig mit Fichten, Kiefern, Eichen und Birken.

Die Gesamtbevölkerung beträgt nach der im Jahr 2001 durchgeführten Volkszählung zufolge etwa 3,5 Mio. Einwohner. Davon leben 67,2% in den Städten. Neben der Hauptstadt Vilnius (543.000 Einwohner) gibt es weitere wichtige Regionalzentren: Kaunas (379.000 Einwohner), die Hafenstadt Klaipėda (193.000 Einwohner), Šiauliai (134.000 Einwohner) und Panevė&#382ys (120.000 Einwohner). Nach Nationalitäten gliedert sich heute die Bevölkerung wie folgt: 83,5% Litauer, 6,7% Polen, 6,3% Russen, 3,5% andere Nationalitäten.
Litauen ist ein rohstoffarmes Land mit geringen Erdöl- und Erdgaslagerstätten. Wichtigste natürliche Ressourcen sind Holz, Torf, Sand und Ton. Außerdem besitzt Litauen geringe Mengen an Eisenerz, Phosphoriten und Kreide. Die wichtigsten Industriezentren sind Vilnius (Metallverarbeitung und Maschinenbau, Baustoff- und Nahrungsmittel-, elektrotechnische und chemische Industrie, Papier- und Möbelindustrie), Kaunas (Textil-, Baustoff-, Nahrungsmittel- Möbel- und Arzneimittelindustrie), die Hafenstadt Klaipėda (Nahrungsmittel-, Möbelindustrie, Schiffbau), Šiauliai (Nahrungsmittelindustrie und Maschinenbau) sowie Panevė&#382ys (Bauglas, Kabelproduktion, Nahrungsmittelindustrie, elektrotechnische Industrie).
Am 11. März 1990 wurde die Akte über die Wiederherstellung des unabhängigen Staates proklamiert. Im August 1991 wurde Litauen von den meisten Staaten der Welt anerkannt. Am 1. Mai 2004 trat Litauen der EU bei.
Die Kernstücke der wirtschaftlichen Reformen sind die Einführung der eigenen, voll konvertierbaren Währung (Litas/LTL) im Jahre 1994 mit einer gesetzlich fixierten Anbindung an den US Dollar (1 USD = 4 LTL) und die Anbindung des Litas an den Euro zum 2. Februar 2002 im festen Verhältnis 1 € = 3,4528 LTL, die nahezu abgeschlossene Privatisierung, ein äußerst liberal verfaßtes Außenhandelsregime, das nur für wenige Produkte Zölle vorsieht sowie eine nach EU-Normen gestaltete Wirtschaftsgesetzgebung.
Ausländische Investoren genießen in Litauen dieselben Rechte wie Inländer, die durch Gesetz wie auch Investitionsschutzabkommen abgesichert sind. Die litauische Regierung hat durch verschiedene Wirtschaftsförderungsmechanismen die Grundlage dafür geschaffen, daß ausländische Investoren durch bevorzugte Behandlung Investitionen in Litauen realisieren können.

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