DB Engineering & Consulting erhält Zuschlag für Rail Baltica-Planung

Das Rail Baltic joint venture, RB Rail AS gab am 8. Januar der deutschen DB Engineering & Consulting GmbH den Zuschlag als Partner für die Planerstellung des größten Infrastrukturprojektes des Baltikums.

Das Auftragsvolumen beträgt 359,850 € (ohne MWSt.), inklusive Spesen. Die DB Engineering & Consulting GmbH setzt sich damit gegen die Mitbewerber Boston Consulting Group, Ernst & Young Baltic SIA, KMPG Baltics SIA, PricewaterhouseCoopers SIA, Deloitte Latvia SIA durch. Die DB-Tochter kümmert sich vor Allem um die Entwicklung des allgemeinen Business Plans, der die langfristige Strategie für die auf 8 Jahre angesetzte Umsetzungsphase festlegt. Sowie den Business Plan für die erste Dekade der operativen Phase. Der Plan soll bereits im Sommer 2018 fertig sein und jährlich aktualisiert werden.

Der Business Plan soll eine gemeinsame, langfristige Geschäfts- und Finanzierungsplanung für die Implementierung festlegen. Er besteht unter Anderem aus einer allgemeinen Marktanalyse, einem Management Model für das Projekt, der langfristigen Strategie und dem Business Model des Projektes.

RB Rail ist ein joint venture der drei baltischen Länder und wurde im Oktober 2014 ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Rail Baltica, ein Eisenbahnschienennetz von Warschau über Kaunas und Riga nach Tallinn zu errichten. Ab Tallinn ist ein Anschluss nach Helsinki durch einen Tunnel geplant. Die baltischen Staaten sollen also mit dem europäischen Bahnnetz verbunden werden. Personenzüge sollen mit bis zu 240 km/h von der polnisch-litauischen Grenze bis Tallinn fahren können, Güterzüge mit bis zu 120 km/h.

Die DB Engineering & Consulting GmbH entstand Anfang April 2016 aus der Verschmelzung der beiden DB-Töchter DB International und DB ProjektBau. Damit wurden die Unternehmensbereiche für Planung und Ausführung von Eisenbahninfrastrukturprojekten im nationalen und internationalen Rahmen zusammengeführt.

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