Estland: Hitzewelle sorgt für Verkaufsrekorde von Eis- und Wasserhersteller

In Estland lässt die anhaltende Sommerhitze die Kasse von Eiscremeproduzenten und Wasserhersteller klingeln. Nach Berichten estnischer Medien verzeichnen Unternehmen aus beiden Branchen Rekordumsätze. Und tun sich zugleich zunehmend schwer, mit der um bis zu 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr höheren Nachfrage Schritt zu halten.

"Dieser Sommer ist bislang außergewöhnlich", sagte Urmas Jõgeva, Vorstand des Mineralwasserproduzenten Värska Vesi AS, dem estnischen Rundfunk. "Seit Mai hat die Sonne als unser bester Verkäufer einen sehr guten Job gemacht". Auch Tarmo Noop, Chef des Getränkehersteller A. Le Coq freute sich: "Wir haben noch nie so viel Wasser verkauft".

Beide Firmen haben deshalb zusätzliche Mitarbeiter eingestellt und die Produktionszeiten verlängert - angesichts des großen Dursts der Esten arbeiten sie nun auch am Wochenende. Auch andere Getränkehersteller produzieren seit Wochen schon rund um die Uhr.

Estlands größter Eiscremeproduzent Premia Tallinna Külmhoone AS hat auf einen Drei-Schicht-Betrieb umgestellt und kann damit bis zu 40 Tonnen Eis pro Tag herstellen. Dennoch liege das Produktionsvolumen damit noch um 10 bis 20 Tonnen unter der täglich in den Geschäften verkauften Menge, sagte Firmenchef Aivar Aus der Wirtschaftszeitung "Äripäev".

Auch andere Anbieter berichten von einer großen Anzahl an Hitzegeplagten, die sich durch die süße Erfrischung abkühlen wollen. Nach Angaben von Kaili Tuul vom Mahe OÜ sei dabei die Nachfrage in beliebten Touristenzielen wie Saaremaa und Hiiumaa noch stärker als in der Hauptstadt Tallinn.

In Estland wurde am 29. Juli mit 34,2 Grad in Tallinn die bislang höchste Temperatur in diesem Sommer gemessen. Auch in anderen Teilen des baltische Staates ist es seit Wochen ungewöhnlich heiß.

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