Estland: Skeleton Technologies will gesamte Produktion nach Dresden verlagern

Der estnische Ultrakondensator-Hersteller Skeleton Technologies will in diesen Sommer seine gesamte Produktion nach Dresden verlagern.

„Wir wollen näher am Kunden sein“, begründete Geschäftsführer und Mitbegründer Taavi Madiberk den Schritt im estnischen Fernsehen. „Damit können wir unseren Kunden kürzere Lieferzeiten und geringere Logistikkosten anbieten und sie besser an uns binden. Im Fall von Deutschland ist das die Automobilindustrie." Skeleton Technologies hatte im Frühjahr 2017 eine neue Produktionsstätte in Großröhrsdorf bei Dresden eröffnet. Das Technologieunternehmen produziert an dem Standort in Sachsen jährlich bis zu vier Millionen Ultrakondensator-Zellen. Dabei handelt es sich um Leistungsspeicher, die schneller Energie aufnehmen und abgeben können als herkömmliche Batterie. Zum Einsatz kommen können die Zellen in der Automobilindustrie oder in der Luft- und Raumfahrt. Nach dem Fernsehbericht hat sich Skeleton von einem Start-Up zu den führenden Herstellern von Energiespeichern in Europa entwickelt. Der Umsatz des estnischen Unternehmens habe sich im vergangenen Jahr verdreifacht. Konkrete Zahlen wurden jedoch keine genannt. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 100 Mitarbeiter, von denen etwa ein Drittel in den Produktionsstätten in Estland und Deutschland tätig sind. Sein 2014 in Viimsi eröffnetes Werk will Skeleton im Juli schließen. Die Entwicklungsabteilung des Unternehmens soll aber weiter in Estland verbleiben.

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