Fahrplan für Netzangleichung zwischen EU und Baltenstaaten unterzeichnet

Die EU und die baltischen Staaten haben den politischen Fahrplan zur Angleichung ihrer Stromnetze unterzeichnet. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Staats- und Regierungschefs von Litauen, Estland, Lettland und Polen setzten Ende Juni am Rande des EU-Gipfels ihre Unterschrift unter das Dokument. In dem Fahrplan wurde 2025 als Zieldatum für die vollständige Synchronisation der baltischen Stromnetze mit dem kontinentaleuropäischen Netz über Polen vereinbart.

  • © Pixabay/MichaelGaida

“Mit Blick auf die Synchronisation haben wir gemeinsam gehandelt. Heute können wir stolz sagen, dass wir alle wichtigen Meilensteine erreicht haben und die Grundlagen für die künftige Zusammenarbeit bis Ende 2025 schaffen”, erklärte Juncker nach der Unterzeichnung. „Meine Kommissionskollegen und ich haben uns stets für die vollständige Integration der Netze der baltischen Staaten mit dem Rest Europas eingesetzt, und wir werden weiter entschieden daran arbeiten, bei der Synchronisierung deutlich voranzukommen und in der Ostseeregion strategische Energieinfrastrukturen aufzubauen.”

Die baltischen Staaten sind weiterhin Teil eines gemeinsamen, synchron geschalteten Stromnetzes mit Russland und Weißrussland - das noch aus Sowjetzeiten stammende sogenannte BRELL-Ringsystem. Durch Stromleitungen mit Polen (LitPol Link), Schweden (NordBalt) und Finnland (Estlink 1 und Estlink 2) sind sie aber bereits mit den europäischen Ländern verbunden.

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