Litauische Zentralbank will Testumfeld für Blockchain-Dienste schaffen

Litauens Zentralbank will einen Plattform-Service für innovative Finanzdienstleister starten. Die LBChain soll nach Bankangaben eine "regulatorische und technologische Sandbox" für Fintech-Unternehmen werden, in deren Umfeld sie Blockchain-basierte Lösungen testen können. "Der regulierten Entwicklung dieser Technologie einen gewissen Handlungsspielraum zu geben, würde unserem Land besonders günstige Möglichkeiten bieten für Investitionen und um kluge Köpfen anzulocken. Auch könnten fortgeschrittene Innovationen beschleunigt werden", sagte Bankvorstand Marius Jurgilas.

Nach Angaben der litauischen Finanzaufsicht soll der Plattformdienst ausgewählten in- und ausländischen innovativen Unternehmen zur Verfügung stehen. Beraten werden sollen sie zu den geltenden Vorschriften, die für ihre Blockchain-basierten Lösungen anwendbar sind. Der Plattform-Service soll voraussichtlich von 2019 an angeboten werden. Litauen bemüht sich in letzter Zeit - wie auch seine baltischen Nachbarn - zu einem internationaler Hub für Fintech-Unternehmen zu werden.

Eine Blockchain ist eine verschlüsselte Datenbank, in der alle Transaktionen gespeichert werden. Die Technologie bildet die Basis für die Digital-Währung Bitcoin und soll auch in anderen Bereichen in der Finanzindustrie für mehr Sicherheit im Internet sorgen. Mit dem Blockchain-Prinzip werden neue Informationen wie weitere Blöcke in chronologischer Reihenfolge an die Kette vorheriger Daten angehängt - daher auch der Name. Die Blockchain wird auf jeden Computer geladen, der zum System beitritt, damit er neue Blöcke generieren und sie erweitern kann.

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