Ministertreffen zu deutsch-litauischer Zusammenarbeit im Finanzbereich

Bei einem Treffen in Berlin haben sich Bundesfinanzminister Olaf Scholz und sein litauischer Amtskollege Vilius Šapoka über wichtige Projekte europäischer Finanzpolitik ausgetauscht. Im Mittelpunkt des Gesprächs der beiden Minister im März standen die Vertiefung der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion, der mehrjährige Finanzrahmen und Fragen der Steuerpolitik. Auch die Risiken und Chancen des Brexit sowie die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Litauen standen auf dem Programm.

  • © Ministry of Finance of the Republic of Lithuania

"Deutschland ist unser strategischer Partner, daher sind qualitative Beziehungen sehr wichtig“, sagte Šapoka nach dem Treffen. "Wir haben mit dem Minister die Bereiche besprochen, in denen Deutschland und Litauen gemeinsame Positionen vertreten. Aber wir haben auch die Themen nicht vermieden, in denen sich die Ansichten der Länder unterscheiden." Litauen, das 2015 als 19. und bislang letztes EU-Land den Euro eingeführt hat, sieht etwa die deutsch-französischen Pläne für einen Eurozonen-Haushalt skeptisch.

Um die Verstärkung der Zusammenarbeit der beiden Länder im Finanzsektor ging es wenige Tage zuvor auch bei einem Treffen von Šapoka mit dem hessischen Finanzminister Thomas Schäfer. Bei einem Gespräch, während des Besuchs von Schäfer in Vilnius, diskutierten die beiden Minister die Möglichkeiten einer engeren Zusammenarbeit im Bereich FinTech - Finanzdienstleistungen und Technologie. Litauen bemüht sich in letzter Zeit - wie auch seine baltischen Nachbarn - zu einem internationalen Hub für Fintech-Unternehmen zu werden.

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