Skeleton will 25 Millionen Euro in Deutschland investieren

Der estnische Ultrakondensator-Hersteller Skeleton Technologies will 25 Millionen Euro in seine Produktionsstätte in Großröhrsdorf bei Dresden investieren. Auch die Mitarbeiterzahl soll bis 2022 von 50 auf 545 erhöht werden. Dies kündigte das Unternehmen im April bei einem Besuch des sächsischen Wirtschaftsminister Martin Dulig in Estland an.

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Skeleton hatte 2017 sein deutsches Werk zur Herstellung von Ultrakondensatoren eröffnet. Dabei handelt es sich um Leistungsspeicher, die schneller Energie aufnehmen und abgeben können als herkömmliche Batterien. Unter anderem können die Zellen in der Automobilindustrie oder in der Luft- und Raumfahrt zum Einsatz kommen.

6,2 Millionen Euro hatte Skeleton anfangs in Sachsen in die Ultrakondensatoren-Fertigung investiert. Die Geschäfte haben sich seitdem nach Unternehmensangaben gut entwickelt. "Wir sind erfolgreich in den Markt eingetreten", sagte Geschäftsführer und Mitgründer Taavi Madiberk. Die Folgeinvestition soll nun in Forschung und Entwicklung und den Ausbau der Fertigungskapazitäten fließen.

Dulig bedankte sich beim estnischen Unternehmen für dessen Vertrauen in den Wirtschaftsstandort Sachsen. Skeleton leiste damit einen wichtigen Beitrag, die Energiepolitik in Sachsen langfristig weiterentwickeln und zukunftsfähig gestalten zu können, sagte der SPD-Politiker.

Auch in Estland will Skeleton wachsen. Am Standort Tallinn soll die Mitarbeiteranzahl demnach von derzeit etwa 50 auf 260 bis 2022 steigen. Eingestellt werden sollen vor allem Ingenieure, sagte Madiberk im estnischen Fernsehen.

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