Staatschefs von Litauen und Lettland besuchten Deutschland

Stippvisite in Berlin: Die beiden neuen Staatspräsidenten Litauens und Lettlands, Gintanas Nauseda und Egils Levits, haben Mitte August kurz nacheinander ihren Antrittsbesuch in Deutschland absolviert.

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Im Mittelpunkt der Treffen der beiden baltischen Staatschefs mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier standen Verteidigungsfragen, EU-Themen und die bilaterale Zusammenarbeit. Nauseda kam zudem noch zu einem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen, Levits führte einen Meinungsaustausch mit Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble.

Für beide Staatspräsidenten war der Besuch auch eine Art Heimkehr - sowohl Nauseda als auch Levits haben einen Teil ihres Lebens in Deutschland verbracht und sprechen fließend Deutsch. "Freudiges Wiedersehen mit Berlin, der Stadt meiner Jugend", schrieb Nauseda auf Twitter. "Berlin, ich komme immer wieder gern, du machst mich jedesmal ein bisschen jünger. Auf Wiedersehen, Deutschland!" Auch Levits hat gute Erinnerungen an seine Zeit in der Bundesrepublik. "Deutschland ist mir sehr gut bekannt und ans Herz gewachsen. Und ich glaube auch, dass ich durch meinen langjährigen Aufenthalt ein wenig Deutsch geworden bin", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Kurz vor ihren Besuchen in Deutschland - jeweils eine der ersten Auslandsreisen der beiden baltischen Staatsoberhäupter seit ihrem Amtsantritt - waren Nauseda und Levits auch in Riga zu einem bilateralen Treffen zusammenkommen. Beide bekräftigen dabei die guten nachbarschaftlichen Beziehungen zwischen ihren Ländern. Weiter vorangetrieben werden sollen diese durch gemeinsame Projekte wie das Eisenbahnprojekt Rail Baltica, die Synchronisation der baltischen Stromnetze mit dem europäischen Netz und die Entwicklung des regionalen Gasmarktes.

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