Continental legt Grundstein für erstes Werk in Litauen

Continental will seine Präsenz in Europa erweitern und baut sein erstes Werk in Litauen. Im Beisein von Staatspräsidentin Dalia Grybauskaite und Wirtschaftsminister Virginijus Sinkevičius wurde am 20. Juli in Kaunas der Grundstein für eine neue Produktionsstätte des zweitgrößten Autozulieferers der Welt gelegt. Auf einer Fläche von 22 000 Quadratmetern werden Gebäude und Anlagen für die Produktion von Elektronikkomponenten für den europäischen Markt sowie Verwaltungsgebäude und Lagerflächen entstehen. Der Produktionsbeginn in dem hochmodernen Werk, das die Anforderungen der Industrie 4.0 erfüllen wird, soll in der zweiten Jahreshälfte 2019 erfolgen.

"Heute ist ein sehr wichtiger Tag für Litauen - für ganz Litauen, nicht nur für die Region Kaunas“, sagte Grybauskaite in ihrer Rede bei der feierlichen Zeremonie. Litauen erhalte nicht nur eine deutsche Investition, sondern auch eine sehr innovative Produktionsstätte, die Arbeitsplätze mit hohem Mehrwert schaffe. Das Investitionsprojekt sei ein wichtiger Impuls für die Entwicklung der Automobilzulieferindustrie in Litauen und Sinnbild für die guten wirtschaftlichen Beziehungen zu Deutschland, sagte Grybauskaite.

Das neue Continental-Werk ist eines der größten Investitionsprojekte in der Geschichte Litauen. Der deutsche Konzern will über die nächsten fünf Jahre 95 Millionen Euro investieren und rund 1.000 neue Arbeitsplätze in dem baltischen Land schaffen. Produziert werden sollen in Kaunas Tür- und Sitzsteuergeräte, Gateways und Einheiten für die intelligente Fahrzeugverglasung sowie Nah- und Fernbereichs-Radarsensoren für Komfort- und Sicherheitsfunktionen. Zudem sollen auch elektronische Anwendungen im Bereich des hochautomatisierten Fahrens in dem Werk in Litauens zweitgrößter Stadt gefertigt werden.

„Der Bau unseres ersten Werks in Litauen ist ein wichtiger Teil unserer Wachstumsstrategie in Europa. Wir freuen uns, dass wir mit der modernen Industrieregion hier in Kaunas, der sehr guten Infrastruktur und den hochqualifizierten Arbeitskräften einen idealen Standort dafür gefunden haben“, ", sagte Continental-Vorstand Helmut Matschi. Auch Shayan Ali, Geschäftsführer von Continental betonte: "Kaunas ist das industrielle Zentrum Litauens und führender Hub des Landes im Bereich Elektronik und Automation.

Mit dem Continental-Investment und der Investition des Automobilzulieferers Hella, der in der zweiten Jahreshälfte 2018 eine Produktionsstätte bei Kaunas eröffnen will, entwickelt sich Litauen zu einem neuen Zulieferstandort der deutschen Automobilindustrie im Baltikum. „Continental war eines der ersten Unternehmen, die das Potenzial des Landes erkannt haben, und hat mit seiner Niederlassung dazu beigetragen, Litauen in das Bewusstsein der Branche zu rücken“, sagte Wirtschaftsminister Sinkevičius.

 

 

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