Neue Energiestrategie: Litauen plant die Energiewende

Mit einer neuen Energiestrategie will Litauen den Übergang zu einer umweltverträglichen Energieversorgung sicherstellen. Die Strategie wurde im Juni vom Parlament in Vilnius beschlossen – es aktualisiert das bisherige Planungsdokument aus dem Jahr 2011. Demnach strebt Litauen bis 2050 an, 100 Prozent seines Stroms im Inland zu erzeugen. Zudem sollen dann 80 Prozent des gesamten Strombedarfs aus erneuerbaren Energieträgern gedeckt werden sollen. 2017 stammten gut 60 Prozent des erzeugten Stroms aus regenerativen Quellen.

Erneuerbare Energien sollen nach der neuen Strategie in allen Sektoren zur wichtigsten Energiequelle werden: Strom, Wärme, Kühlung und Verkehr. Der Übergang soll schrittweise unter Erreichung bestimmter Zielmarken für den Anteil erneuerbarer Energien erfolgen. Gesteigert werden sollen auch die Energieeffizienz im Gebäudewesen und der Industrie. Weiterhin sieht die Strategie die Integration des litauischen Energiesystems in die europäischen Leitungsnetze vor. Vorgesehen dazu sind die Synchronisierung mit dem westeuropäischen Stromnetz und der Anschluss des Gasnetzes an das westeuropäische Pipeline-System.

Litauens Energieversorgung basiert auf einem Energiemix aus erneuerbaren und fossilen Energien. Das baltischen Land setzt überwiegend noch auf die fossilen Energieträger Erdöl und Erdgas. Erneuerbare Energieressourcen spielen jedoch zunehmend im Bereich der Strom- und Wärmeerzeugung eine wichtige Rolle. Auch die Nutzung fester Biomasse als Brennstoff ist weit verbreitet. Gedeckt wird der Energiebedarf sowohl aus eigenen Energiequellen als auch über Importe.

Zurück