Neue Staatspräsidenten in Lettland und Litauen im Amt

Lettland und Litauen haben ein neues Staatsoberhaupt. In Sondersitzungen der Parlamente in Riga und in Vilnius legten Egils Levits und Gintanas Nauseda in der zweiten Juliwoche ihren Amtseid ab.

In ihren Reden bei der Amtseinführung bezeichneten beide Solidarität und den Kampf gegen soziale Ungleichheit als zwei ihrer Schwerpunkte ihrer Präsidentschaft. Daneben wollen sich Levits und Nauseda für mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt und Wohlstand für die Bevölkerung einsetzen. Außenpolitisch betonten beide die feste Einbindung ihrer Länder in europäische und transatlantische Strukturen.

Levits war Ende Mai in Lettland vom Parlament zum neuen Staatspräsident bestimmt worden und folgt auf Raimonds Vejonis, der nicht erneut kandidierte. Nauseda hingegen löst nach seinem Sieg bei der Präsidentenwahl im Mai Dalia Grybauskaite ab, die nach zwei Amtszeiten verfassungsgemäß das höchste Staatsamt in Litauen niederlegte. Sie sind jeweils der sechste Präsident ihres Landes seit der wiedererlangten Unabhängigkeit von der Sowjetunion 1991.

Beide Staatsoberhäupter haben einen engen persönlichen Bezug zu Deutschland. Levits hat einen großen Teil seines Lebens in Deutschland verbracht, wohin er zu Sowjetzeiten mit seinen Eltern ausgewandert ist, die Schule beendet und auch studiert hat. Nauseda hingegen hat in Mannheim studiert und wird Staatsoberhaupt des Landes, in dem die Bundeswehr mit 450 Soldaten einen Nato-Gefechtsverband zum Schutz vor Russland anführt.

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