AHK Konjunkturumfrage 2018: Gute Bewertung für Standort Litauen

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Die Unternehmer in Litauen rechnen mit steigenden Umsätzen und sind bereit, noch 2018 mehr zu investieren und mehr Personal einzustellen. Das ist das Ergebnis einer Konjunkturumfrage der deutschen Auslandshandelskammern (AHK) unter 21 Ländern in Mittel- Ost- und Nordosteuropa sowie China. Insgesamt belegt Litauen den 7. Platz und ist fast gleichauf mit dem Sechstplatzierten Lettland und verbessert sich um einen Rang gegenüber 2017. Die Zufriedenheit mit fast allen abgefragten Standortfaktoren verbesserte sich. Berufsbildung und Fachkräftemangel bleiben Schwachpunkte. Deutlich steigende Lohnkosten erwartet.

Litauen zählt laut der AHK-Befragung unter 67 Unternehmen damit aktuell zum vorderen Drittel unter den 21 Standorten. Besonders positiv fällt die Einschätzung der aktuellen Wirtschaftslage aus, es gab keine einzige negative Einschätzung, stolze 66 Prozent halten sie für gut (Vorjahr 45%, also 21% Plus), 34% für befriedigend. Entsprechend hält auch die Mehrheit (55%) die Wirtschaftslage für besser als im Vorjahr.

Auch der positive Trend aus den Vorjahren bezüglich Investitionsabsichten und Beschäftigung neuer Arbeitskräfte hält an; Gut jedes zweite Unternehmen (47%) plant, mehr Personal einzustellen und mehr in Litauen zu investieren (46%). Grundlage ist ein gut laufendes Geschäft. Drei Viertel der Unternehmen rechnen mit wachsendem Umsatz. Und 56% erwarten steigende Exporttätigkeiten, der Rest kalkuliert mit bleibendem Export; kein befragtes Unternehmen rechnet demnach mit einem Exportrückgang.

Bei allen 21 Standortfaktoren liegt Litauen über dem Durchschnitt. Die Infrastruktur (inklusive ITC), die EU-Mitgliedschaft und die Qualifizierung der Arbeitskräfte werden besonders gut eingeschätzt. Die Infrastruktur Litauens ist eine ganze Note (gut) besser bewertet als der Durchschnitt aller 21 Länder. Verbesserungsbedarf besteht jedoch noch immer in der Berufsbildung, der Flexibilität des Arbeitsrechts und dem Fachkräfteangebot. Die Unternehmen einen deutlichen Zuwachs der Lohnkosten um durchschnittlich 13,4%. Bisher scheint dies jedoch die Investitionsbereitschaft nicht zu beeinflussen.

Das geänderte Arbeitsgesetz wird eher positiv beurteilt (28%), die verschärften Regelungen gegen Alkoholwerbung wird sehr gemischt bewertet, etwa vier von zehn halten sie jeweils für eher angemessen und überzogen.

Kryptowährungen steht die Mehrheit eher ablehnend gegenüber, 55% halten sie für riskant und fragwürdig, nur jeder Zwölfte denkt über die Verwendung oder Akzeptanz für das eigene Unternehmen nach.

Laut der aktuellen Umfrageergebnisse würden sich neun von zehn Unternehmen wieder für Litauen als Investitionsstandort entscheiden.

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