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SEC-pLus

Das Projekt „SEC-pLus – Starke Berufsausbildung durch starke Branchenexpertenräte“ unterstützt die Branchenexpertenräte in Lettland. Die Kooperation findet in den Branchen Metall- und Holzverarbeitung sowie Landwirtschaft statt.

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SEC-pLus - starke Berufsbildung durch starke Branchenexpertenräte

 

Das durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) geförderte Projekt SEC-pLus trägt dazu bei, die lettischen sektoralen Expertenräte (SEC) zu einem wirksamen Governance-Instrument für die Beteiligung der Wirtschafts- und Sozialpartner in der Berufsbildung in Lettland auszubauen. Damit sollen Qualität und Arbeitsmarktrelevanz der Berufsbildung nachhaltig gesichert werden. Die Vertreterinnen und Vertreter der Arbeitgeber, Arbeitnehmer und staatlichen Institutionen werden befähigt, unterschiedliche Interessen zu vertreten und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Anhand von ausgewählten SECs aus der Holzindustrie, der Metallverarbeitung und der Landwirtschaft werden drei Handlungsfelder (Qualifikationsrahmen, Eignungsfeststellung von Ausbildungsbetrieben und Prognose des Auszubildendenbedarfs) bearbeitet. Es werden entsprechende Handlungsempfehlungen erarbeitet und auf weitere SEC übertragen, um das lettische Berufsbildungssystem im Allgemeinen und das Work-Based-Learning im Besonderen zu stärken. 

 

Das Vorhaben wird als Verbundprojekt der AHK Baltikum und der Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk (ZWH) e.V. durchgeführt. Dabei koordiniert die AHK Baltikum die Verbundaktivitäten des Vorhabens. Sie ist weiterhin verantwortlich für die Koordination der lettischen Partner, das Arbeitspaket Eignungsfeststellung von Ausbildungsbetrieben sowie den Transfer in andere SEC.

 

Die ZWH ist verantwortlich für die Teilvorhaben Qualifikationsrahmen für Ausbildungsberufe und Prognosen des Auszubildendenbedarfs.

Branchenexpertenräte als wichtige Partner für eine zukunftsfähige berufliche Bildung

Am 20. Mai fand in Riga in Zusammenarbeit mit dem lettischen Arbeitgeberverband das Transferseminar „Die Rolle der Branchenexpertenräte bei der Förderung von Exzellenz in der beruflichen Bildung“ statt. Die Veranstaltung brachte Vertreterinnen und Vertreter von Berufsbildungseinrichtungen, Unternehmen, Branchenexpertenräten sowie staatlichen Institutionen zusammen.

Im Mittelpunkt standen die wichtigsten Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem zweijährigen Projekt SEC_pLus sowie die Frage, wie die berufliche Bildung in Lettland künftig noch stärker an den Anforderungen des Arbeitsmarktes ausgerichtet werden kann. Ein besonderer Fokus lag auf der engeren Zusammenarbeit zwischen Bildungssektor und Wirtschaft sowie auf der Entwicklung praxisnaher Lösungen zur Ausbildung qualifizierter Fachkräfte.

Während der Veranstaltung wurde deutlich, dass sich berufliche Bildung nicht losgelöst von den Entwicklungen in Unternehmen und Branchen weiterentwickeln kann. Baiba Bašķere, Direktorin der Abteilung für Humankapitalentwicklung im Wirtschaftsministerium der Republik Lettland, verwies in ihrem Beitrag auf zentrale langfristige Herausforderungen: den demografischen Wandel, sich rasch verändernde Kompetenzanforderungen und den Fachkräftemangel in verschiedenen Branchen.

Als wichtige Entwicklungsfelder wurden insbesondere die Stärkung des arbeitsweltbezogenen Lernens, die aktive Einbindung von Unternehmen in den Ausbildungsprozess sowie eine engere Zusammenarbeit bei der Weiterentwicklung von Lehrinhalten hervorgehoben.

Auch Dagnija Vanaga, Direktorin der Rigaer Staatlichen Berufsschule, betonte die zunehmende Rolle von Berufsbildungseinrichtungen als Partner der Unternehmen in der Personalentwicklung. Für eine erfolgreiche Zusammenarbeit seien ein regelmäßiger Austausch über Branchentrends, benötigte Kompetenzen und die Ausbildung künftiger Fachkräfte entscheidend. Gleichzeitig gewinne die Beteiligung von Unternehmen als Mentoren und Vermittler praktischer Kenntnisse weiter an Bedeutung.

In den Diskussionen wurde deutlich, dass sich die Haltung vieler Unternehmen gegenüber der beruflichen Bildung in den vergangenen Jahren spürbar verändert hat. Während die Zusammenarbeit früher häufig formal oder punktuell erfolgte, entwickelt sich heute in vielen Branchen ein gemeinsames Verständnis für die Bedeutung langfristiger Partnerschaften. Ziel ist es, Fachkräfte auszubilden, die den tatsächlichen Anforderungen des Arbeitsmarktes entsprechen.

Ergänzt wurde die Veranstaltung durch Beiträge von Referentinnen und Referenten aus Deutschland. Sie gaben Einblicke in ein System, in dem die Einbindung von Unternehmen in Bildungsprozesse einen zentralen Stellenwert einnimmt – sowohl in der klassischen dualen Ausbildung als auch bei ergänzenden Qualifizierungsangeboten in Ausbildungszentren privater Unternehmensverbände.

Zum Abschluss arbeiteten die Teilnehmenden in interaktiven Gruppen mit der Methode LEGO Serious Play an Zukunftsvisionen für die Rolle der Branchenexpertenräte in der Steuerung der beruflichen Bildung. Dabei wurde insbesondere betont, wie wichtig es ist, die strategische Rolle der Branchenexpertenräte weiter zu stärken und nachhaltige Mechanismen für die Beteiligung der Wirtschaft an Planung und Entwicklung beruflicher Bildung zu schaffen.

Das Transferseminar machte deutlich: Die Qualität und Wettbewerbsfähigkeit der beruflichen Bildung hängen zunehmend davon ab, wie gut es gelingt, stabile Partnerschaften zwischen Bildungseinrichtungen, Unternehmen, Branchenexpertenräten und staatlichen Institutionen aufzubauen. Diese Zusammenarbeit ist eine wesentliche Voraussetzung für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung.

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2026 Regionaler Dialog 3

Regionaler Dialog in Lettland: Neue Wege zur Ermittlung des Fachkräftebedarfs auf lokaler Ebene erprobt

Projekt SEC-pLus bringt Akteure aus Wirtschaft, Bildung und Verwaltung zusammen, um regionale Arbeitsmarktprognosen praxisnäher zu gestalten.

8. VET_Excellence

Der Preis für excellente Leistungen in der beruflichen Bildung „VET_Excellence 2026”

Am 11. Februar 2026 ruft die Deutsch-Baltische Handelskammer (AHK) in Zusammenarbeit mit dem Lettischen Arbeitgeberverband (LDDK) und der Lettischen Handels- und Industriekammer (LTRK) den Preis für excellente Leistungen in der beruflichen Bildung „VET_Excellence 2026“ aus, der vom Bundesministerium für Bildung, Familien, Senioren, Frauen und Jugend in Deutschland gefördert und dem Ministerium für Bildung und Wissenschaft der Republik Lettland unterstützt wird.

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Unter‍nehmensbesuche in Jelgava und Mārupe - ge‍mein‍sam die Zu‍kunft der be‍ruf‍lichen Bil‍dung ge‍stal‍ten

Vom 28. bis 29. Oktober 2025 besuchten Expertinnen und Experten der Handwerkskammer Südthüringen gemeinsam mit lettischen Partnern aus den Sectoral Expert Councils (SECs) für Landwirtschaft, Holz- und Metallverarbeitung mehrere Unternehmen in den Regionen Jelgava und Mārupe. Ziel der Reise war es, die Ausbildungseignung von Betrieben zu bewerten und neue Wege der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Bildung zu entwickeln.

Branchenfachräte (NEP) bei der Prognose des Arbeitsmarktes

Präsenz-Workshop zur Rolle der Branchenexpertenräte (NEP) in regionalen Arbeitsmarktprognosen

Am 10. Juni 2025 fand in Riga der Präsenz-Workshop „Die Rolle der Branchenexpertenräte (NEP) bei Prognosen des Arbeitsmarktes im regionalen Kontext“ statt. Eingeladen waren Vertreterinnen und Vertreter der NEPs, berufsbildender Einrichtungen, des lettischen Wirtschafts- und Bildungsministeriums sowie des lettischen Statistikamtes.

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Delegation aus Lettland zu Gast in Südthüringen: Austausch zur Ausbildungseignung von Unternehmen

Vom 9. bis 13. September war eine hochrangige Delegation aus Lettland zu Besuch in Südthüringen. Die Gruppe setzte sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Branchenexpertenräte (NEP), berufsbildender Einrichtungen, des lettischen Arbeitgeberverbands (LDDK) sowie des Bildungs- und Landwirtschaftsministeriums zusammen.

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Workshop „Herausforderungen der Berufsbildung und Entwicklungsstrategien der SECs“

Um auf die bisherigen Erfahrungen zurückzublicken und die gezogenen Schlussfolgerungen zusammenzufassen, fand am 19. Februar 2025 in Riga ein Workshop zum Thema „Herausforderungen der Berufsbildung und Entwicklungsstrategien der SECs“ statt. Bei der Veranstaltung stellten Vertreterinnen und Vertreter aller drei am Projekt beteiligten SECs den lettischen Berufsschulen und anderen Teilnehmern die strategische Vision für die zukünftigen SEC-Aktivitäten vor.

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Die Auftaktveranstaltung zum Projekt SEC-pLus

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft (BMBF) geförderten und vom Ministerium für Bildung und Wissenschaft der Republik Lettland konzeptionell unterstützten Projektes SEC-pLus wurden im Jahr 2024 mehrere Aktivitäten durchgeführt, die dazu beitragen, die lettischen Branchenexpertenräte (SECs) zu einem wirksamen Governance-Instrument für die Beteiligung der Wirtschafts- und Sozialpartner in der Berufsbildung in Lettland zu entwickeln.

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Studienreise nach Düsseldorf

Im Jahr 2024 fanden weitere Projektaktivitäten (u.a. Workshops) statt, welche die Basis für eine eingehende Analyse des bisher Erreichten sowie für den weiteren strategischen Planungsprozess in den Verantwortungsbereichen der SECs boten.

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Workshop „Lass uns gemeinsam die Zukunft der lettischen Berufsbildung gestalten!“

Am 12. und 13. Dezember 2024 fand der Workshop „Lass uns gemeinsam die Zukunft der lettischen Berufsbildung gestalten!“ statt, an dem Vertreterinnen und Vertreter lettischer Berufsschulen und Arbeitgeber sowie Experten aus Deutschland teilnahmen.

Informationen

Laufzeit

01.06.2024 – 31.05.2026

Partner

Zentralstelle für die
Weiterbildung im Handwerk (ZWH)

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