Arbeitskosten im Baltikum im EU-Vergleich weiter auf niedrigem Niveau

Der Faktor Arbeit ist in den baltischen Staaten weiter deutlich niedriger als in anderen europäischen Ländern.

In Estland bezahlten die Arbeitgeber im vergangenen Jahr für eine geleistete Stunde durchschnittlich 12,60 Euro, wie aus einer Mitteilung des europäischen Statistikamts Eurostat hervorgeht. In Lettland (9,30 Euro) und Litauen (9,00 Euro) lagen 2018 die Arbeitskosten pro Stunde sogar noch niedriger - die beiden Länder gehören damit zu den günstigsten Standorten in der EU. Der Durchschnitt in der EU-28 lag bei 27,40 Euro, in der Eurozone bei 30,60 Euro.

Die höchsten Arbeitskosten wurden Eurostat zufolge in Dänemark mit 43,50 Euro, Luxemburg mit 40,60 Euro und Belgien mit 39,70 Euro verzeichnet. Deutschland lag mit Arbeitskosten pro geleistete Stunde von 34,50 Euro auf dem siebten Rang im europäischen Vergleich. Die Arbeitskosten pro Stunde für die gesamte Wirtschaft stiegen 2018 um 2,7 Prozent und um 2,2 Prozent in der Eurozone. Innerhalb des gemeinsamen Währungsgebiets wurden die größten Anstiege in Lettland (12,9 Prozent) und Litauen (10,4 Prozent) verzeichnet. Außerhalb der Eurozone kommen Tschechien und Rumänien (jeweils 11,2 Prozent) im vergangenen Jahr auf die höchsten Zuwächse.

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