Baltikum: Wirtschaftswachstum verliert leicht an Dynamik

In Estland, Lettland und Litauen wird das Wirtschaftswachstum nach Einschätzung der Swedbank in den kommenden Jahren leicht an Dynamik verlieren. "

"Die Volkswirtschaften spüren die Kühle des globalen Abschwungs", heißt es in jüngsten Wirtschaftsausblick des Geldinstituts für die baltischen Staaten. Demnach dürften neben einem gedämpften Exportwachstum auch der Verbrauch der privaten Haushalte und die Investitionen langsamer wachsen. Dadurch verringert sich in 2020 und 2021 das erwartete jährliche Wachstums des Bruttoinlandsprodukts in allen drei Länder auf 2,0 bis 2,5 Prozent.

In ihrem Ausblick hat die Swedbank die Aussichten für das Wirtschaftswachstum in Litauen unverändert gelassen, die Prognosen für Estland und Lettland gegenüber der August-Prognosen jedoch leicht herabgesetzt. Demnach wird Litauens BIP in diesem Jahr voraussichtich um 3,7 Prozent wachsen, in Estland soll die Wirtschaftsleistung um 3,2 Prozent statt bislang 3,3 Prozent und in Lettland um 2 Prozent statt 2 Prozent zunehmen.

Auch für die kommenden Jahre fallen die Prognosen noch positiv aus: In Litauen und Lettland soll die Wirtschaft 2020 um 2 Prozent, in Estland um 2,1 Prozent wachsen, wie aus dem im November veröffentlichten Bericht hervorgeht. Für 2021 werden von der Swedbank für alle drei Länder ein Plus von 2,5 Prozent vorhergesagt.

Im Ergebnis wird sich auch die angespannte Lage am Arbeitsmarkt etwas abmildern. In allen drei Staaten werden sich nach Einschätzung der Swedbank-Analysten der Arbeitskräftemangel und die zusetzt starken Lohnsteigerung abschwächen.

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