Baltische Staaten würdigen EU-Beitritt vor 15 Jahren

15 Jahre nach der EU-Osterweiterung haben die baltischen Staaten die Bedeutung ihrer Mitgliedschaft in der Europäischen Union gewürdigt. Mit dem Beitritt sei damals "einer der größten Wünsche und Ziele" seines Landes wahr geworden, schrieb Estlands Regierungschef Jüri Ratas auf Twitter. Sein lettischer Amtskollege Krišjānis Kariņš nannte den EU-Beitritt auf dem Kurznachrichtendienst eine "Erfolgsgeschichte", während Litauens Außenminister Linas Linkevičius die EU als "eines der größten Projekte der Historie" bezeichnete.

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Estland, Lettland und Litauen waren zusammen am 1. Mai 2004 mit Polen, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Slowenien, Malta und Zypern der EU beigetreten. Seitdem hat sich sich die Wirtschaftskraft fast aller Neumitglieder erhöht. Größter Gewinner waren die baltischen Staaten. Den größten Sprung nach vorne machte Litauen, dessen BIP pro Kopf nach Kaufkraftparitäten sich von 52 auf 78 Prozent erhöhte. Direkt dahinter folgen Estland (von 57 auf 79 Prozent) und Lettland (von 47 auf 67 Prozent).

In Estland, Lettland und Litauen zeigt sich das Wirtschaftswachstum dabei ausgewogener als in der Vergangenheit und basiert nach einem Absturz in der Finanzkrise vor gut zehn Jahren auf einer widerstandsfähigeren Wirtschaft. Die drei Staaten reagierten auf die Krise damals mit harten Spar- und Reformkursen - auch um die Ziele für den Beitritt zur Euro-Zone nicht zu gefährden. Als erster Staat konnte Estland 2011 den Euro einführen, Lettland folgte 2014 und Litauen übernahm als 19. und bislang letzter EU-Staat 2015 die Gemeinschaftswährung.

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