Litauen erhöht Mindestlohn

Litauen erhöht 2020 den Mindestlohn: Die Regierung in Vilnius hat Anfang Juli eine Anhebung der Lohnuntergrenze beschlossen. Demnach soll der gesetzliche monatliche Mindestlohn in dem baltischen EU-Land zum kommenden Jahr von 555 Euro auf 607 Euro steigen. Pro Stunde erhöht er sich damit von 3,39 Euro auf 3,72 Euro. Für den Schritt werden jährlich rund 17 Millionen aus dem Staatshaushalt benötigt, wie die Staatskanzlei in Vilnius mitteilte.

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Der Anhebung waren gescheiterte Verhandlungen zwischen der Regierung und den Tarifparteien vorausgegangen. Während die Arbeitgebervertreter für einen Mindestlohn von 580 Euro plädierten, setzten Gewerkschaften und die Mitte-Links-Koalition sich für die letztlich erfolgte Erhöhung auf 607 Euro ein.

Nach dem gut 10-prozentigen Anstieg wird Litauen den höchsten Mindestlohn im Baltikum aufweisen. In Estland haben Beschäftige Anspruch auf mindestens 540 Euro pro Monat, in Lettland beträgt die monatliche Untergrenze 430 Euro.

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