Swedbank-Studie: Lettland Arbeitsmarkt unter Druck

Nach einem kräftigen Aufschwung an Lettlands Arbeitsmarkt zeigen sich nach einer neuen Studie der Swedbank erste Anzeichen einer Überhitzung. "Das anhaltende Wirtschaftswachstum hat die Arbeitslosenquote deutlich gesenkt, und weitere Rückgänge werden eine größere Herausforderung sein", schreibt die Bank in einem Anfang veröffentlichen Bericht. Demach deute der zunehmende Arbeitskräftemangel deutet darauf hin, dass die Wirtschaft "nahe der Vollbeschäftigung" sei.

Der enge Arbeitsmarktes übe der Swedbank zufolge einen Aufwärtsdruck auf die Löhne aus, der sich durch den Kampf um die wenigen Talente auf dem Arbeitsmarkt weiter verstärken wird.Auch wenn der allgemeine Preisdruck noch moderat erscheint und unter dem Rekordniveau der Vorkrisenzeit liege, könnte sich die zuspitzende Lage am Arbeitsmarkt auf die Produktivität und die Wettbewerbsfähigkeit auswirken - und somit auch auf das Exportpotenzial des Landes.

Noch gebe es aber Reserven am Arbeitsmarkt, die erschlossen werden können, indem Mobilität und Weiterbildung gefördert und Arbeit effizienter organisiert werde, heißt es in der Studie. Demnach könnte durch mehr Flexiblität bei Arbeitszeit und Arbeitsort die Erwerbsquote in den Altersgruppen der 15 bis 24-jährigen und der 55 bis 64-jährigen erhöht werden.

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