Weniger Unternehmenspleiten in Mittel- und Osteuropa

Die verbesserte wirtschaftliche Situation in Mittel- und Osteuropa hat sich positiv auf die Entwicklung der Insolvenzzahlen in der Region ausgewirkt.

Nach Angaben des internationalen Kreditversicherers Coface sind 2018 die Unternehmenspleiten um 4,2 Prozent zurückgegangen. 2017 waren sie noch um 6,4 Prozent gestiegen, wie aus einer Mitte September vorgestellten Studie hervorgeht.

"Die günstigen makroökonomischen Rahmenbedingungen hatten Auswirkungen auf die Zahlungsfähigkeit von Unternehmen in der MOE-Region", sagt Grzegorz Sielewicz, Coface-Ökonom für Mittel- und Osteuropa. Demnach gingen die Insolvenzen in zehn von Coface untersuchten Ländern zurück. Mehr Insolvenzen mussten nur vier Länder verbuchen.

In den baltischen Staaten zeigt sich ein positives Bild. Besonders in Litauen (minus 30 Prozent) und Estland (minus 20 Prozent) ging die Anzahl an Firmenpleiten im vergangenen Jahr deutlich zurück, während sie in Lettland (minus 0,2 Prozent) nahezu unverändert blieb.

Nach dem zuletzt starken Wirtschaftswachstum in Mittel- und Osteuropa erwartet Coface angesichts des zunehmend schwierigen weltwirtschaftlichen Umfelds eine langsamere ökonomische Entwicklung. Das dürfte sich nach Einschätzung des Kreditversicherers auch auf die Unternehmensinsolvenzen auswirken.

 

 

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