Jun 04 bis Jun 08

Delegationsreise nach Estland, Lettland und Litauen unter Leitung von Ministerin Dr. Hoffmeister-Kraut

Wirtschaftsdelegation aus Baden-Württemberg zu Gast in Estland und Lettland

Digitalisierung, IT, Start-ups und Gründungskultur: Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut hat sich bei einem dreitägigen Besuch in Estland und Lettland über die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung informiert. Im Mittelpunkt der Reise vom 4. bis 6. Juni standen politische Gespräche und der Erfahrungsaustausch beim Aufbau einer digitalen Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft. Begleitet wurde die CDU-Politikerin von einer Wirtschaftsdelegation, die in den darauffolgenden Tagen auch noch Litauen besuchte.

Bei den Treffen mit ihren Amtskollegen Urve Palo (Estland) und Arvils Aseradens (Lettland) sprach sich Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin für eine stärkere Kooperation aus. Potenzial besteht dabei nach Ansicht von Hoffmeister-Kraut insbesondere bei der Anwendung digitaler Technologien und Industrie 4.0. Gemeint ist damit die Digitalisierung und Vernetzung der industriellen Produktion.

Estland, das sich selbst auch als "E-Estonia" bezeichnet, gilt in Europa als Pionier und Vorreiter der Digitalisierung. In internationalen Rankings gehört es regelmäßig zu den führenden Ländern. Das benachbarte Lettland hat als erstes europäisches Land ein eigenes Startup-Gesetz verabschiedet, um die Gründung und Entwicklung von innovativen Unternehmen zu fördern.

Doch in der Industrie hält sich die Digitalisierung und Integration digitaler Technik noch in Grenzen - die Vernetzung der Produktion ist in Estland und Lettland bislang nur schwach ausgeprägt. Beide Länder wollen daher im Bereich Industrie 4.0 von Baden-Württemberg lernen. Damit solle die Wertschöpfung und Produktivität gesteigert werden, betonten sowohl Palo als auch Aseradens.

Hoffmeister-Kraut sagte Lettland zudem Hilfe bei der Berufsausbildung und der Reform des Ausbildungssystems nach deutschem Vorbild zu. Der mittlere der drei altischen Staaten nimmt als eines von elf Ländern am VETnet-Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung teil.

Zurück zur Liste